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Innenministerium macht Rückzieher
Hirschhaltung im Nebenerwerb
Foto: Karl Fuchs
Montag, 9. Dezember 2013

Hirsche sind jetzt doch keine "Kampfhunde"

Hirsche wurden in Bayern neuerdings als "gefährliche Tiere wildlebender Arten" eingestuft und damit in die gleiche Schublade wie Kampfhunde gesteckt. Das stellt Wildhalter vor ungekannte Herausforderungen.

In Bayern werden rund 25.000 Stück Damwild gehalten

Mit insgesamt 2350 landwirtschaftlichen Wildgehegen ist Bayern Spitzenreiter in Deutschland. Noch, denn die hohen Auflagen veranlassen nicht wenige Wildhalter zur Aufgabe,  insbesondere dann, wenn die Betriebsübergabe an die nachfolgende Generation ansteht. Hirsche werden in Bayern zum Beispiel neuerdings als "gefährliche Tiere wildlebender Arten" eingestuft und damit in die gleiche Schublade wie Kampfhunde gesteckt.

Neben Wildhalter- und anderen Verbänden haben wir uns energisch dagegen ausgesprochen, da zu erwarten war, dass mit erheblichen Schwierigkeiten bei künftigen Genehmigungen von Gehegen zu rechnen sei. Wie mir Minister Brunner mit Schreiben vom 3.12.2013 mitteilte, wurde das auch von seinem Hause geteilt. Es konnte in einer Besprechung  mit dem federführend zuständigen Staatsministerium des Innern erreicht werden, dass die Hirsche, Wildschafe und Wildziegen wieder aus der Liste der gefährlichen Tierarten gestrichen werden.

Hier hat sich wieder einmal deutlich gezeigt, dass es von erheblichem Vorteil ist wenn ein Minister in seinem Fach Praktiker ist.

Danke Herr Minister!