Aktuelles

Neue Kommissionsvorschläge zum Greening
Montag, 21. Mai 2012

Agrarkommissar Ciolos reagiert mit neuen Vorschlägen auf Argumente der Nebenerwerbslandwirte.

Am 27.10.2011 reiste eine Gruppe der Vorstandschaft des Bayerischen Landesverbandes sowie des BdL-Dachverbandes
(Bund der Landwirte) nach Brüssel. Bei Kabinettschef, Georg Häusler konnten sie die Wünsche und Vorschläge des Verbandes vortragen. Siehe dazu Bericht vom 2.11.2011

Häusler sagte damals zu, dass die Verpflichtung zum Anbau von mindestens drei Feldfrüchten auf dem Ackerland
erst bei drei ha beginnt. Die Forderung des Verbandes aber war die Grenze auf 5 ha, besser noch auf 10 ha zu erweitern.
Ende April machten 16 Agrarminister Vorschläge zum Umbau des Greenings.

Agrarkommissar Ciolos machte daraufhin  neue Vorschläge. So könnten ein oder mehrere Greening-Auflagen eines Betriebes als erfüllt betrachtet werden, wenn der Betrieb an bestimmten Umweltmaßnahmen teilnimmt oder über eine Umweltzertifizierung verfügt.

Ferner soll die Verpflichtung zum Anbau von drei verschiedenen Feldfrüchten erst ab einer Fläche von zehn ha gelten. Betriebe von weniger als 50 ha mit einem hohen Grünlandanteil könnten davon ganz ausgenommen werden. Beim Umbruchverbot von Dauergrünland könnten Flächen mit vorwiegend mehrjährigen Pflanzen angerechnet werden, solange sie für die Beweidung geeignet sind.

Auch könnte der Begriff "Dauergrünland" nur auf solche Flächen angewandt werden, die für mindestens acht Jahre aus der Fruchtfolge genommen werden. Bisher lag die Grenze bei fünf Jahren.

Wir haben uns damals mit unseren Wünschen nicht nur an das Kommissariat in Brüssel gewandt sondern auch an viele Agrarpolitiker und EU- Abgeordnete.

Wir freuen uns, dass wir mithelfen konnten Herrn Ciolos zum Umdenken zu bewegen!